Prepaid mobil - früher und heute

Im Jahre 1990 wurden in Deutschland Telefonkarten eingeführt. Damit wurde für eine große Anzahl von Kunden, die unterwegs telefonieren wollten, das "Telefonieren ohne Münzen" möglich. Die dafür notwendigen Telefonkarten konnte man in ganz Deutschland bei Verkaufsstellen der Telekom, Post sowie in vielen Kiosken und Supermärkten kaufen. Die Karte kostete in der Regel soviel wie das Guthaben, das anschließend abtelefoniert werden konnte.

Telefonzellen stellten lange Zeit Menschen, die außerhalb ihrer Wohnung unterwegs waren die einzige Möglichkeit dar, mit anderen per Telefon Kontakt aufzunehmen. Im Jahr 2007 wurden noch über 300 Millionen Gespräche von öffentlichen Apparaten geführt.
Ein Nachteil dieser Technik: Viele Apparate waren nicht betriebsbereit nachdem Münzen im schlechten Zustand oder ausländische Münzen in Manipulationsabsicht eingeworfen wurden. Mit Einführung und Verbreitung von Prepaid-Telefonkarten war die Voraussetzung gegeben, auf die Annahme von Münzen komplett zu verzichten. Die meisten der neuen öffentlichen Telefone funktionieren inzwischen nur noch mit Telefon- oder Geldkarten. Dies senkt auch die Betriebskosten, weil kein Leeren der Münzbehälter mehr erforderlich ist.

Viele Telefonzellen sind inzwischen abgebaut worden und durch sogenannte Basistelefone ersetzt worden. Diese Telefone sind in der Ausführung so einfach ausgeführt, dass sie auch keinen Kartenschlitz mehr besitzen. Telefonieren ist dann nur noch über Calling Cards und 0800-Rufnummern möglich.

Was damals noch der Bequemlichkeit diente, nämlich das Vorausbezahlen von Telefongebühren und das münzlose Telefonieren hat sich heute noch in einem Bereich erhalten, der zum Abbau vieler Telefonzellen mangels Nachfrage beigetragen hat: Dem Prepaid Mobil Telefonieren mit dem eigenen Mobiltelefon.

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